Episode 4

Alles was du willst, findest du auf der anderen

Seite der Angst

Oh, es ist schon soweit: Ich schreibe meinen zweiten Beitrag …

Vorfreude und Angst

Wenn ich so über unser Vorhaben – eine etwas außergewöhnliche Reise zu tun – nachdenke, dann bekomme ich es schon ein wenig mit der Angst zu tun… .

Natürlich nicht nach außen.

Dort habe (zeige) ich keine Angst. So ein Gefühl „kenne“ ich da gar nicht!

Problem? Dann … Kurze Beurteilung der Lage, zwei drei Möglichkeiten, kurze schnelle Entscheidung, ich wähle Möglichkeit X und dann Attacke!

So gehe ich im Alltag vor. Hab ich so gelernt. Hat meistens auch gut geklappt.

Und nun haben wir in Sachen Reisen einen Weg eingeschlagen, der es uns erlaubt, eine lange Vorbereitungsphase zu „genießen“. Natürlich überwiegt dabei das Gefühl der absoluten Vorfreude, aber ab und zu schleichen sich doch Gedanken ein, die dieses komische Gefühl von Angst erzeugen.

Aber dann wieder der Spruch, der sich schon wie ein ausgetretener Pfad in unser Gehirn eingepflanzt hat:

Gehe dahin, wo die Angst ist.

Und trotzdem … bleiben da diese Gedanken zu allen möglichen Themenbereichen.

Freunde und Familie

Als Beispiel für einen kleinen Teil dieser Gedanken und Gefühle.

Ein Jahr einfach mal weg – soziale Kontakte können doch nur bestehen, wenn wir uns face to face begegnen?

Ok, es gibt Skype, aber ist das nicht nur ein virtueller Kontakt?

Ihr werdet, falls Ihr uns auf unserer Reise im Blog folgt, sehen, was wir machen und wie es uns so ergeht, aber werden wir ein Jahr lang wissen, wie es Euch so ergeht?

Das treibt mich schon um. Meine Gedanken kreisen – und dafür hab ich gerade keine Lösung parat.

Ihr vielleicht?

Klappt alles?

Und dann kreisen meine Gedanken auch noch darum, ob unsere Planungen so klappen.

Zum Beispiel …

  • Die Überfahrt mit dem Containerschiff von Rotterdam nach Halifax
  • Können wir, kann ich, dieses Riesenteil auch sicher auf Offroad-Strecken über holprige Wege manövrieren?
  • Was passiert, wenn wir eine Panne haben? Wir haben doch (noch?) keine Ahnung vom Schrauben an Fahrzeugen?
  • Werden wir die Highlights, die wir unbedingt ansteuern wollen, auch wirklich erreichen?
  • Werden wir uns von Ort zu Ort hetzen müssen, um unsere geplante Rundreise auch durchzuziehen oder werden wir irgendwann in einen Flow kommen und einfach alles auf uns zukommen zu lassen?

Hilfreiche Strategien

Und auch bei diesen Themen muss ich mir eingestehen, mit meinen alten Lösungsstrategien des Alltags komme ich jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht so richtig weiter.

Ich mache mir aber selber Mut damit, dass wir ja noch viel Zeit haben, an Strategien und an uns zu arbeiten.

Lass ruhig alle Ängste kommen. Mir wird schon was einfallen. 🙂

Schreiben hilft

Gut ist, dass ich es mal ausgesprochen, oder noch besser … schwarz auf weiß aufgeschrieben habe.

Jetzt ist es mir präsent und wabbert nicht mehr unstrukturiert in meinem Kopf herum – und verursacht womöglich noch Kollateralschäden.

Fokus hilft also (mal wieder)!

Mein Film

Ich konzentriere mich also darauf, in meiner Vorstellungskraft einen Film zu produzieren.

Wie wir am 01.07.2021 mit …, oh da fällt mir ein:

Wir brauchen ja auch noch einen Namen für unser Mobil!!! Bitte her mit guten Vorschlägen.

Ich lade Euch ein, mit uns kreativ zu sein und wäre sehr dankbar für Eure Ideen.

Vielleicht machen wir eine Challenge daraus, so mit Recall etc … 🙂

Also mit ( Arbeitsname: Herr Nilson ) in Rotterdam die Rampe zum Containerschiff hochfahren, mal locker einparken und gut festzurren. Anschließend beziehen wir unsere Kajüte und machen uns mit der Crew bekannt. Bieten unsere Hilfe in der Küche an und lassen uns 12 Tage den Wind der rauen See um die Nase wehen. Freiheit …

Könnt Ihr ihn auch sehen, meinen Film? Immer wenn ich diesen Film einlege, tritt die Angst zur Seite und wird ganz klein.

Ich werde jetzt also auch in den anderen Punkten Filme produzieren und durch meine Vorstellungskraft die Ereignisse schon mal versuchen zu erleben.

Flow ist mir wichtig

Mir ist es ein großes Anliegen, trotz aller Planung zur Route und den Highlights auch den Flow nicht aus den Augen zu verlieren. Ich denke aber, dass unser erstes Reiseland Kanada und seine unendliche Weite uns da sehr gut helfen werden, das ein oder andere Flow-Erlebnis zu spüren.

Vielleicht werde ich meine Liste von Dingen, die ich unbedingt sehen und erleben möchte, ja nicht zu lang werden lassen.

Wenn ich jetzt gerade so drüber nachdenke, dann fällt mir auf jeden Fall noch Montana und das Schutzgebiet der wilden Mustangs ein. Und ich würde gerne nochmal auf einem Quarter Horse reiten. So wie vor 22 Jahren auf unserer Honeymoon-Tour in den kanadischen Rocky Mountains. Wenn man schon mal da ist.

Die Produktion der Filmchen in meinem Kopf hat gerade angefangen ….

Ein schönes Gefühl.

Eure Tipps

Was habt ihr für Highlights im Kopf, wenn Ihr die Reiseroute „Kanada-Alaska, USA Westen, Mexiko, USA Osten, Kanada“ vor Eurem geistigen Auge abfahrt?

Ich würde mich über ein paar inspirierende Rückmeldungen sehr freuen.

Schreiben hilft

Ich muss am Ende meiner Überlegungen jetzt doch zugeben: Schreiben hilft und … befreit.

Plötzlich ist die Angst ganz klein geworden.

Und die positiven Assoziationen geben mir Mut und gute Gefühle!

Bis zum nächsten Mal

Ich schließe für heute mit der ganz ganz kurzen Geschichte:

Angst klopfte an.

Vertrauen öffnete die Tür.

Keiner stand draußen.

Ich freue mich über eure …

  • Anregungen bezüglich des Namens unseres schnuckeligen Gefährts
  • und Ideen für schöne Orte auf unserem Weg!

Danke dafür.

Eure Rita

PS:

Das sind Bilder von unserer kurzen Wanderung am letzten Samstag.

Ihr wisst ja noch … Achtsamkeit, Glück und so 🙂 

Deine Meinung, deine Anregungen, deine Tipps, …

Bitte schreibe sie unten in das Kommentarfeld.

Danke !

16 Kommentare
  1. Sandra und Bernd sagte:

    Hier ein paar schnelle Namensvorschläge für Euer Gefährt
    – Grashüpfer
    – Kermit
    – Globi
    – Schneckenhaus
    – SLOWMObil

    Lg
    Sandra & Bernd

    Antworten
    • rita und hans-peter sagte:

      Hallo Sandra, hallo Bernd,
      vielen Dank für eure Vorschläge.
      Wir sind aktuell (mit den mündlichen Vorschlägen) bei:

      Grashüpfer, Kermit, Globi, Schneckenhaus, SLOWMObil,
      El Sueño, Green Dream, Herr Nilsson, Pirol, TrustBi,
      Trustli, DreamBi, HaRiBi, Felicidad, Feli, Glückssucher und Glücksfinder.

      Es geht doch nichts über einen Blog. 🙂

      Grüße
      Rita und Hans-Peter

      Antworten
  2. Udo sagte:

    Hallo ihr Beiden!
    Hier zwei Vorschläge von mir. Sie stammen aus der Sprache der Dakota-Inidander:
    ‚“Tokata“ was soviel heißen soll wie „vorwärts oder zukünftig“. Mir gefällt auch
    „Huka“ was „ich fürchte mich nicht“ bedeutet. Hängt man noch ein r dran, also „Hukar“, hört man zumindest noch das Auto (kar oder besser car) im englischen heraus.
    Viel Erfolg bei der weiteren Suche!

    Antworten
    • rita und hans-peter sagte:

      Hallo Udo,
      sorry, dass ich so spät antworte.
      Du bist nämlich, warum auch immer, im Spam gelandet. Wo ich dich erst jetzt gefunden habe, du aber nicht hingehörst.
      Danke.
      Kommt auf die Liste.
      Grüße
      H-P

      Antworten
  3. Frank sagte:

    Hallo Rita,hallo HP,

    Wie wir alle seid ihr auf der Suche nach den berührenden, unvergesslichen Momenten, die sich in unsere Erinnerung einbrennen. Eure Reise wird mit Sicherheit viele solcher Glücksmomente bereit halten. Wie wäre es mit dem Namen „Glückssucher“ oder besser noch „Glücksfinder“?

    Antworten
    • rita und hans-peter sagte:

      Hallo Frank,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Und das schöne ist, dass diese „berührenden“ Momente eigentlich überall zu finden sind. Wenn wir nur das „Auge“ dafür haben.
      Es sind nämlich, wie auch aus den anderen Kommentaren schon erkennbar, oft die Kleinigkeiten im Leben. Solchen, denen manche Menschen gar nicht genug
      AufmerksamKeit / Achtsamkeit widmen und somit an ihnen „vorbei gehen“.
      Und … Glückssucher und Glücksfinder sind nun die Nummern 7 und 8.
      Grüße H-P

      Antworten
  4. Margit Laubenthal sagte:

    Hallo zusammen

    Mein Vorschlag wäre, alles in einem Begriff zusammengefasst, das spanische Wort für Glück: Felicidad oder abgekürzt – Feli.

    Viele Grüße von Margit

    Antworten
  5. Albert Laubenthal sagte:

    Ich möchte mich auch an der öffentlichen Diskussion für euren „Gefährten“ beteiligen und schlage deshalb folgendes vor:

    HaRiBi (Hans Peter, Rita und BiBomil.

    HaPeRiBi hört sich nämlich dämlich an 😉

    Antworten
  6. Claudia Berners sagte:

    Liebe Rita und Hans-Peter,

    Ich kann euch sooo gut verstehen. Mir ging es genauso bei der Planung meiner 800km Santiago Tour. Ich habe mir immer gesagt, „I believe I can“. Und wenn die Gegenstimmen zu laut wurden gab ich zur Antwort: „Es kommt für mich so gut, wie es sein soll“ Und so war es!! Keine Blase an den Füßen und auch sonst alles perfekt. Ein Pilger darf nicht fordern, sondern zufrieden sein mit dem, was er bekommt. Mein Vorschlag wäre DreamBI. Es wird ein Traum mir eurem Bi-Mobil.
    Liebe Grüße Claudia

    Antworten
    • rita und hans-peter sagte:

      Hallo Claudia,
      vielen Dank für deinen inspirierenden Kommentar, und zwar aus gleich mehreren Gründen:
      1. Jeder Kommentar tut gut. Er zeigt, dass wir mit unserem klitzekleinen Blog doch ein zumindest wenig Interesse wecken. Das fühlt sich soooo gut an.
      2. Er zeigt, dass ein Traum nicht unbedingt ein Bimobil sein muss. Jeder soll seinen eigenen, seinen individuellen, Traum leben. Die Botschaft unseres Blogs. Bei dir war es der Jakobsweg.
      3. Eine Aussage, die unter die Haut geht: „Ein Pilger darf nicht fordern, sondern zufrieden sein mit dem, was er bekommt.“
      Dies, verbunden mit Georgs Meinung „Humor, Achtsamkeit und ein offener Blick für die einfachen Dinge sind wertvolle Begleiter“ sind meiner Meinung nach zwei super Learnings.
      Und sie sind nur durch eure Kommentare für uns und die Leser zustande gekommen. Auch dies macht uns „Zwergenblogger“ sehr stolz.
      4. „DreamBI“ – Vorschlag Nummer 4. Und ein sehr sehr schöner.
      Danke und liebe Grüße Hans-Peter

      Antworten
  7. Sigrid Kurvers sagte:

    liebe „die Rita“ …super geschrieben.. Vertrauen auf eine wunderbare Reise;
    ..in Gedanken werden wir und viele Freunde bei Eurer Reise sein..
    Ja und über mein sinnieren „vertrauen“ mein Namensvorschlag „TrustBi“ …Trustli..??? wir arbeiten noch am Namen..

    Antworten
  8. Georg sagte:

    Humor, Achtsamkeit und ein offener Blick für die einfachen Dinge sind wertvolle Begleiter auf langen Reisen. Loriot spiegelt diese Attribute für mich in seinen Werken wider. In Anlehnung an Loriots Namensherkunft und die Farben im Aachener Wappen, schlage ich den Namen „Pirol“ vor.

    Antworten
    • rita und hans-peter sagte:

      Humor, Achtsamkeit und ein offener Blick für die einfachen Dinge sind sogar wertvolle und unbedingt empfehlenswerte Begleiter für das im gesamte Leben. 🙂
      Danke für den ersten Vorschlag.
      Grüße H-P

      Antworten

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